Ehrenkodex

der Vereinigung der Deutschen
Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VdDÄPC
)


Präambel

Unter Ästhetisch-Plastischer Chirurgie werden operative Eingriffe und andere Behandlungen verstanden, die das körperliche Aussehen in  Struktur, Volumen, Farbe, oder die Position von Körpermerkmalen verändern  und/oder wiederherstellen, oder alterungsbedingte und/oder  psychische Veränderungen prophylaktisch vermeiden, auch wenn diese von Außenstehenden als normal angesehen werden.


Die Patientinnen und Patienten vertrauen dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und die Verbesserung ihrer subjektiven Gesundheitsstörung an. Um diesem Vertrauen zu entsprechen, muss ein hoher Qualitätsstandard der Behandlungen und im Umgang mit ihnen gewahrt und die persönliche Motivation für den Eingriff eruiert werden.

                                                
Um die persönliche Integrität dieser Menschen zu wahren, die sich uns als Patienten anvertrauen zu wahren, müssen wir ihnen höchsten Respekt entgegen bringen. Dies wird durch professionelle Kompetenz und eine stets vertrauensvolle Beziehung zu Patientinnen und Patienten erreicht. Dies gilt ebenso für einen kollegialen, respektvollen Umgang der Ärzte untereinander und der Beachtung ethischer Grundsätze.


Dieser Kodex fordert diese Ehrenhaftigkeit von allen Mitgliedern der VDÄPC in der Behandlung der Patientinnen und Patienten, der Kolleginnen und Kollegen miteinander und in der Außendarstellung jedes Einzelnen, auch im Hinblick auf die VDÄPC als Vertreterin der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie in Deutschland.

Die Erfahrungen mit der Ästhetischen-Plastischen Chirurgie haben gezeigt, dass es Anlass gibt, sich als Arzt immer wieder mit den ethisch-moralischen Anforderungen unseres Berufsstandes auseinanderzusetzen, um diese zu jeder Zeit einhalten zu können. Hierzu zählen auch gesetzliche Vorgaben und das Berufs- und Standesrecht der Ärzte. Um uns dies stets bewusst zu machen, hat die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen am 10. Mai 2013 diesen Ehrenkodex beschlossen und lädt alle Mitglieder ein, sich zu seiner Einhaltung zu verpflichten. Diejenigen Mitglieder, die den Ehrenkodex unterzeichnet haben, werden auf der Homepage der VDÄPC hervorgehoben und können dies auch in ihrer eigenen Darstellung tun. Den Unterzeichnern des Ehrenkodexes sowie der VDÄPC ist bekannt, dass dieser Ehrenkodex gesetzliche Vorgaben enthält, die ohnehin von jedem Arzt einzuhalten sind. Wir möchten damit aber bekräftigen, dass die Mitglieder der VDÄPC die berufsrechtlichen und anderen gesetzlichen Vorschriften achten und jederzeit bemüht sind, sie genauestens zu befolgen, um die Rechte und Interessen der Allgemeinheit und der ihnen sich anvertrauenden Patienten jederzeit zu wahren und zu schützen. Die Unterzeichnung des Ehrenkodexes stellt eine reine Selbstverpflichtung des jeweiligen Unterzeichners dar.


Handlungsmaxime:

Oberstes Ziel einer Behandlung ist das subjektive Wohlbefinden der Patienten.
Dazu sollen die Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch Plastischen Chirurgen (VDÄPC)für Folgendes eintreten:


· Der Bevölkerung unter Achtung der Würde und Privatsphäre jedes Einzelnen medizinisch helfen-jeden Patienten höflich und zuvorkommend behandeln

· Dem Patienten zuhören und seine Ansichten respektieren

· Informationen in einer verständlichen Weise erläutern

· Umfassend, ehrlich und ergebnisoffen, inklusive möglicher Alternativen, aufklären und beraten

· Psychische, physische, schmerzbedingte und soziale Einschränkungen durch eine mögliche Behandlung nicht verharmlosen

· Das Recht der Mitsprache der Patienten bezüglich seiner Therapie respektieren

· Die Grenzen des eigenen Könnens erkennen und einhalten

· das medizinische Wissen durch Fortbildung zu verbessern, zu erweitern und dieses auch den Patientinnen und Patienten sowie Kollegen zugänglich zu machen

· Ihre Heilmethoden auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ausführen und mit Niemandem zusammen arbeiten, der nicht diesen Prinzipien folgt

· eine Frist von mindestens einer Woche zwischen Beratung und Operation als Bedenkzeit einhalten

· Ihre Leistungen und Eingriffe nachvollziehbar dokumentieren

· Sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie aktiv beteiligen

· die Öffentlichkeit und das Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie vor Ärzten zu bewahren, die fachlich nicht in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben, oder gegen ethisch-moralische Grundsätze verstoßen

· Vertrauliche Informationen respektieren und schützen

· Sich nicht durch Vorurteile und Prämien in der Art der Behandlungen beeinflussen lassen

· Ihre Autorität als Ärzte nicht missbrauchen

· Illegales oder unethisches Vorgehen von Mitgliedern der Vereinigung aufzudecken

· Nicht unangemessen (mit fremden oder retuschierten Fotos, Dumpingpreisen, Flatrates, limitierten Angeboten etc.) um Patienten werben

· Nicht mit kostenlosen Leistungen werben.

· Die geltenden Gesetze und die Berufsordnung beachten, das Ansehen des Fachgebietes zu bewahren.


Marketing:

Patienten sollen grundsätzlich darüber informiert werden, welche ästhetisch-chirurgischen Behandlungsmethoden in der Praxis oder Klinik angeboten werden. Diese müssen aber valide sein und den Tatsachen entsprechen. Sie dürfen keine  suggestiven Elemente enthalten. Sie müssen dem Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und dürfen keine vergleichende Anpreisung oder Pauschalpreise enthalten. Verbindliche Behandlungskosten sollen nur nach einer Untersuchung und Beratung entsprechend der GOÄ genannt werden.


Anforderungen und Bestimmungen der Ärztekammer (Berufsordnung), zuständiger Behörden und /oder der DGPRÄC bzw. VDÄPC müssen beachtet und eingehalten werden.


Informationsmaterial muss so gestaltet sein, dass keine unrealistischen Erwartungen bezüglich der Möglichkeiten der Ästhetischen Chirurgie seitens der Patienten geweckt werden.


Fotografien zu Informationen oder Mitteilungen dürfen nur Patientinnen und Patienten zeigen, die darin eingewilligt haben und deren Persönlichkeitsrechte gewahrt sind.


Es dürfen keine Erfolgsgarantien gegeben werden. Die Unsicherheit und der Mangel an medizinischem Wissen der Patientinnen und der Patienten darf nicht ausgenutzt werden.


Informationen dürfen keinen Druck auf mögliche Patienten ausüben, indem ihnen Angst bezüglich ihrer zukünftigen  Gesundheit gemacht wird. Patienten dürfen weder durch Besuch, noch per Telefon akquiriert werden, sei es durch einen Arzt/Ärztin oder durch Beauftragte.


Anzeigen dürfen keine Rabatte oder Vergünstigungen anbieten, insbesondere dürfen Leistungen nicht durch Versteigerung, Verlosung, kostenfrei oder als Geschenk mit Bedingungen angeboten werden.

(Auszug, Stand 10/2013)

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