Schweißdrüsenabsaugung

Schweißdrüsenabsaugung bei Schweißdrüsenüberfunktion
der Achselhöhlen
(hyperhidrosis axillaris)

Schwitzen ist ein für den Körper wichtiger Vorgang, der die Temperatur regelt und durch körperliche Belastungen oder äußere Wärme verstärkt wird. Flüssigkeit, die auf die Haut gelangt, sorgt durch Verdunstungskälte für Kühlung. Die dafür zuständigen Schweißdrüsen liegen im sogenannten Unterhautfettgewebe.

Gelegentlich kommt es zu einer Fehlfunktion dieser Temperaturregelung. Der Körper schwitzt unkontrolliert, besonders in den Achselhöhlen, an Händen und Füßen. Hierdurch entsteht eine starke Beeinträchtigung, die nicht selten zu einer eingeschränkten Gesellschaftsfähigkeit führt. Im Bereich der Achseln kann sehr gut abgeholfen werden.

Verfahren der Schweißdrüsenabsaugung (Saugcurettage) in Tumeszenztechnik

Ähnlich der Fettgewebsabsaugung in Lokalbetäubung wird die Achselhöhle vorbereitet. In kompletter Schmerzfreiheit werden die Schweißdrüsen zum überwiegenden Teil durch die sogenannte Schweißdrüsenabsaugung und Curettage entfernt. Das Schwitzen in den Achselhöhlen ist anschließend wesentlich reduziert.
Die seit Jahren erprobte Methode ist ungefährlich, vorausgesetzt sie wird fachgerecht durchgeführt.
Mögliche Nebenwirkungen sind kleinflächige Gefühlsminderungen im Bereich der Achselhöhle, Konturunregelmäßigkeiten, Bluterguss oder Infektion. Selten ist eine zweite Behandlung erforderlich.

Vor dem Eingriff wird ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt durchgeführt, anschließend erfolgt die Messung des übermäßigen Schwitzens durch den "Jod-Stärke-Test". Dabei kann Ort und Menge des Schwitzens sichtbar gemacht werden.
Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Am nächsten Tag besteht Arbeitsfähigkeit.

Medikamentöse Behandlung
Auch mit Botulinum-Toxin ist eine Behandlung des übermäßigen Schwitzens möglich. Der Effekt ist nicht dauerhaft und muss etwa nach 3-5 Monaten wiederholt werden.
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